www.Glasofen.eu Faschingsfreunde Bürgermeisterin stieg in die Bütt

Veranstaltungen

Ausflug des Garten- und Verschönerungsverein
   am: 07.06.2012
   um: 00:00 - 23:59 Uhr
Übung/Familinnachmittag Grp I II III
   am: 10.06.2012
   um: 00:00 - 23:59 Uhr
Fahrt nach Montfort
   am: 06.07.2012
   um: 00:00 - 22:00 Uhr

Anmeldung



;-)

Besucherstatistik


Heute:4
diesen Monat:735
Gesamt:32925

Wer ist Online?

Wir haben 9 Gäste online

Bürgermeisterin stieg in die Bütt

Glasofener Narren hatten „Ka Dema“, ließen sich aber dadurch nicht aus der Fassung bringen

Wo wird jeder Gast vom Sitzungspräsidenten per Handschlag begrüßt? Na klar, bei der Fasenachtsgaudi im Glasofener Bürgerhaus. So schüttelte Andreas Sauer emsig und nervös die Hände, bevor die Sitzung am Freitagabend begann. Sein Problem war: Die Glasf'lder Narren hatten sich 2011 auf kein Motto für ihre Sitzung einigen können. So kündete das von Valentina Harth gemalte Bühnenbild vom drohenden Unheil: „Hä? Ka Dema 2011?“

faschingssitzung 2011 03

Was aber ein echter Narr ist, lässt sich von solchen Kleinigkeiten nicht beeinträchtigen: Die „Glasf'lder Big Band“ spielte eine Stimmungsrunde und die „Mini-Garde“ der Alpfler Laabfrösch schwang die Beine. „Zwei Unverheierte“, Silvia Schäfer und Beate Wolf, warnten heiratswillige Frauen davor, wie schnell sich im häuslichen Alltag die einst angebetete flotte Biene in den Augen ihrer Ehemänner zum Hausdrachen wandelt. Männer müssten beschäftigt werden und benötigten klare Regeln, lautete ihr Fazit.


Die „Dorfaffen“ führten ins Spessartcamp: „Ich bin Glasf'der, holt mich hier raus.“ Unter Führung von Sonja Ziellos und Dirk Glasbach mussten Kunigunde aus dem „Gruuund“, Luigi Laubfrosch aus Alpf‘ld, die Mä-Fischerin aus Hadf'ld, das Hüehle aus Märchebrunn und die heimische Köhler-Liesl ihre Spessart-Prüfungen bestehen. Beim Sitzen auf der Stange hatte ein Bewerber sozusagen einen Vorteil wegen seiner Herkunft. Wie könnte es anders sein: Die Köhler-Liesl aus Glasf'ld wurde zur Spessart-Königin gekrönt.

Eine ungewöhnliche Nummer „Ohne Worte“ hatten sich Stefan Matschiner und Karl Wolf einfallen lassen. Ihr Dialog auf Schrifttafeln hatte hintergründigen, leisen Witz, der in der Atmosphäre des kleinen Saals auch zum Publikum rüberkam.

Nach der Begrüßung der Ehrengäste widmeten sich „Die Lerchen aus der Claushofstraße“ mit ihren Liedern dem Ortsgeschehen. Wer band sein Auto beim Blitz-Eis am Gartenzaun fest? Wer steht im Verdacht, sein Haarspray mit „Bügelsteif“ verwechselt zu haben und warum fiel die Bohnenernte bei der Vorsitzenden des Gartenbauvereins aus. Die „Lerchen“ wussten die Antwort.

Viele Witze gaben die Vertreter der anwesenden Faschingsfreunde aus Marktheidenfeld, Altfeld und Michelrieth auf der Bühne zum Besten.

Nach der Pause zeigte das „Lorbser“-Tanzkatrinchen Katrin Englert (Trainerinnen: Sandra Schreck und Christina Väth) einen wirbelnden Solotanz. Am Freitag warteten die Glasofener mit einer echten Premiere auf: Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder erklomm die Narrenbühne und ging in die Bütt‘. Mit wohlgesetzten, humorvollen Worten lobte sie den Zusammenhalt im Stadtteil und bangte um das zu wenig genutzte Schlachthaus im Dorf. „In Glasf'ld, da geht's Dir gut!“ war sie sich sicher und deshalb wolle man den Ort gemeinsam sinnvoll weiterentwickeln.

Daniela Katzenberger und Cindy aus Marzahn auf einer Bühne: Weiter ging es mit der Glasf‘lder Frauenpower. Die Sketchgruppe lud zum Speed-Dating. Schräge Typen kamen zu den beiden Schönheiten. Auf der Suche nach inneren Werten, sprich Geld, stießen sie hauptsächlich auf „Sparbrönner“. Ein Zwiegespräch zum Thema Mann und Frau entspann sich zwischen Elli Wolf und Sitzungspräsident Andreas Sauer.

Dann sangen die „Zeugen: na sowas“; „Mit geh'n net ham, mir bleiben da, weil, es kommt der nächste dran!“. Eine Schildkröte kam einem abhanden und ein anderer legte sich morgens bei „Glatteis“ längs. Gar seltsam funktioniert die Wasserversorgung in der Festhalle und die Senioren drohten bei der Adventsfeier im Bürgerhaus beinahe zu erfrieren.

Viele Gedanken ließen sich die „Geh-Brüder“ Dieter und Karl Wolf durch den Kopf gehen. Was machen eigentlich Wale falsch, wenn man vom Schwimmen doch abnimmt? Gibt es ein Shampoo gegen Nikoläuse? Eine „Ode an die Schlachtsau“ sang zunächst der „Bergschneider“ (Rainer Thorun) mit seinem „Rudi-Schäfer-Akkordeon“. In einen Kilt gehüllt wandelte er als Spessart-Highländer über die Tische und entlockte dem selbst umgebauten „Ziehharmonika-Dudelsack“ herrliche Weisen.

Schon war Mitternacht vorbei und die „Bayerischen Cowgirls“ läuteten mit einem schwungvollen Showtanz das Finale im Glasofener Bürgerhaus ein.

 

Main-Post 21.02.2011

Fotos und Text: Martin Harth